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Ablenkung beim Essen – Internet-Surfen, Zeitunglesen, Fernsehen und die Folgen


Ablenkung beim Essen trägt zur Gewichtszunahme bei

Immer mehr Menschen konzentrieren sich bei den Mahlzeiten nicht mehr auf das Essen, sondern auf andere Dinge wie Fernsehen, Computer oder Lesen. Schon lange ist bekannt, dass das bewusste Essen wichtig für den Sättigungsprozess ist. Ablenkung beim Essen führt zu erhöhter Nahrungsaufnahme, das natürlich einsetzende Sättigungsgefühl bleibt aus. 

Multitasking beim Essen funktioniert nur scheinbar. Natürlich besitzt jeder die Fähigkeit beim Essen gleichzeitig einen spannenden Artikel in der Zeitung zu lesen. Sich ohne Ablenkung auf das Essen zu konzentrieren, verbessert die Wahrnehmung von Sättigung und trägt zu einem länger anhaltenden Sättigungsgefühl bei. Studien belegen, dass essen bei gleichzeitig hoher geistiger Beanspruchung zu einer erhöhten Energieaufnahme führen. 

Es sind immer mehr Menschen, die zu Hause alleine essen und dabei ihre E-Mails checken. Auch der Beziehungsstatus, alleinstehend oder in einer Familie lebend, und nicht zuletzt das Einkommen haben einen Einfluss auf unser Verhalten beim Essen. Ca. 40 Prozent der Alleinlebenden setzen sich dann nicht an den Tisch, sondern nehmen den Nudelteller mit aufs Sofa. Je geringer das Einkommen, desto häufiger wird sich beim Essen mit anderen Dingen beschäftigt. Regelmäßig am Tisch gegessen wird vor allem noch in Familien. Doch auch bei mindestens 25 Prozent der Drei-Personen-Haushalt läuft beim Essen der Fernseher nebenher. 

Auch das Alter spielt eine wichtige Rolle: Je älter, desto häufiger wird ganz traditionell am Tisch gegessen, ohne dabei noch anderes zu erledigen. Bei den Älteren schalten nur 20 Prozent parallel den Fernseher ein. Bei den unter 25-Jährigen läuft in 40 Prozent der Fälle Computer oder Fernseher nebenbei. 

Es gilt als gesichert, dass wir auf Grund äußerer Ablenkung beim Essen nicht bemerken, dass wir bereits satt sind und unkontrolliert weiter essen. Die Folgen sind unausweichlich: positive Energiebilanz, Gewichtszunahme, Übergewicht. 

Safran verstärkt das Sättigungsgefühl und vermindert dadurch die Aufnahme von Zwischenmahlzeiten


In einer placebo-kontrollierten Doppelblindstudie an 60 übergewichtigen Frauen wurde die Wirkung eines Safran-Extraktes (Crocus savitus) auf das Sättigungsgefühl und die Häufigkeit der Aufnahme von Zwischenmahlzeiten untersucht. Über einen Zeitraum von 8 Wochen nahmen die Frauen zweimal täglich 176 mg eines Safran-Extraktes (Satiereal®) oder Placebo-Kapseln ein. Am Ende der Beobachtungsphase war die Gewichtsabnahme in der Safran-Gruppe signifikant ausgeprägter als in der Placebogruppe. Insbesondere die Häufigkeit von Zwischenmahlzeiten war unter der Einnahme von Satiereal®-Kapseln signifikant reduziert. Den Untersuchungen zufolge scheint Safran das Sättigungsgefühl zu verlängern.

Den Tag ohne Frühstück beginnen – mögliche Folgen


Den Tag ohne Frühstück beginnen – mögliche Folgen

Laut Umfrage im Auftrag der Gesellschaft für Erfahrungswissenschaftliche Sozialforschung (GEWIS) verzichten 9 Prozent der Erwachsenen komplett auf das Frühstück. Weitere 16 Prozent frühstücken nur gelegentlich. Ganze 39 Prozent genießen das Frühstück zu Hause, der Rest, bei der Arbeit oder auf dem Weg dorthin.

Menschen, die das Frühstück ausfallen lassen, werden auch als „Breakfast-Skipper“ bezeichnet. Zahlreiche Untersuchungen belegen, dass dieses Verhalten häufig gesundheitliche Risiken nach sich zieht. Die Motivation auf das Frühstück zu verzichten, ist unterschiedlich: Ein wesentlicher Teil lässt diese Mahlzeit ausfallen, um die Energieaufnahme zu reduzieren bzw. um abzunehmen. Aktuelle Untersuchungen bestätigen, dass der Verzicht auf das Frühstück keinesfalls zu einer geringeren Tages-Kalorienaufnahme führt. In den meisten Fällen werden die eingesparten Kalorien des Frühstücks noch am gleichen Tag durch eine höhere Zufuhr, vor allem an Kohlenhydraten und Proteinen, kompensiert. Auffällig war in einer Studie der höhere Konsum von energiereichen Zwischenmahlzeiten am Nachmittag (1).

Viel bedeutsamer scheint jedoch die Beobachtung zu sein, dass „Breakfast-Skipper“ ein erhöhtes Risiko haben, zukünftig übergewichtig oder sogar adipös zu werden (2). Ebenfalls erhöht scheint das Risiko einen Diabetes mellitus zu entwickeln. Darüber hinaus führt der Verzicht auf das Frühstück kurzfristig zu einer Erhöhung des Appetits (4). Auch die gesundheitsbezogene Lebensqualität leidet unter diesem Verhalten (3).


Fazit: Den Tag ohne Frühstück beginnen, birgt vor allem gesundheitliche Risiken.


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Literatur:

1. Dubois L, Girard M, Potvin Kent M, Farmer A, Tatone-Tokuda F. Breakfast skipping is associated with differences in meal patterns, macronutrient intakes and overweight among pre-school children. Public Health Nutr. 2009 Jan;12(1):19-28. Epub 2008 Mar 18.
2. Croezen S, Visscher TL, Ter Bogt NC, Veling ML, Haveman-Nies A. Skipping breakfast, alcohol consumption and physical inactivity as risk factors for overweight and obesity in adolescents: results of the E-MOVO project. Eur J Clin Nutr. 2009 Mar;63(3):405-12. Epub 2007 Nov 28.
3. Huang CJ, Hu HT, Fan YC, Liao YM, Tsai PS. Associations of breakfast skipping with obesity and health-related quality of life: evidence from a national survey in Taiwan. Int J Obes (Lond). 2010 Jan 12. [Epub ahead of print]
4. Giovannini M, Agostoni C, Shamir R. Symposium overview: Do we all eat breakfast and is it important? Crit Rev Food Sci Nutr. 2010 Feb;50(2):97-9.


Suchbegriffe: Adipositas, Appetit, Breakfast-Skipper, Diabetes mellitus, Gewichtsabnahme, nicht frühstücken. Verzicht auf Frühstück, ohne Frühstück, Übergewicht, Sättigungsgefühl



Wenig Schlaf erhöht den Appetit


Wer wenig schläft, hat nicht nur einfach mehr Zeit zum Essen, sondern Schlafentzug erhöht den Appetit und den Hunger.

In einem Experiment schliefen Versuchspersonen an zwei aufeinanderfolgenden Tagen jeweils nur 4 Stunden (1). Dieser Schlafmangel führte zu einer Appetitsteigerung um 23 Prozent bzw. einer Zunahme des Hungergefühls um 24 Prozent. Anhand der Hormon-Bestimmung von Ghrelin (Appetit-Hor gergefühls) war es möglich, diese Veränderungen mit denen bei einer kalorienreduzierten Diät zu vergleichen. Die Zunahme des Hungergefühls unter dem Schlafentzug entsprach fast exakt der Zunahme, die nach drei Tagen unter einer 900kcal-Diät beobachtet wurden (1).

http://wirksam-oder-unwirksam.blogspot.de/

Epidemiologische Untersuchungen bestätigen zudem: je kürzer die Schlafdauer, desto höher das Risiko für Übergewicht. Im Detail bedeutet das, eine Schlafdauer von deutlich weniger oder mehr als 7,7 Std. ist mit einem Anstieg des Body-Mass-Index verbunden (2). Personen, die während der Arbeitswoche weniger als 6 Stunden schlafen, haben ein signifikant höheres Risiko, übergewichtig zu werden als Personen, die 8 Stunden oder mehr schlafen (3).

Link - weiterer Beitrag zum Thema Schlafdauer und Appetit


Literatur:
  1. Spiegel K, Tasali E, Penev P, Van Cauter E. Brief communication: Sleep curtailment in healthy young men is associated with decreased leptin levels, elevated ghrelin levels, and increased hunger and appetite. Ann Intern Med. 2004 Dec 7;141(11):846-50.
  2. Taheri S, Lin L, Austin D, Young T, Mignot E. Short sleep duration is associated with reduced leptin, elevated ghrelin, and increased body mass index. PLoS Med. 2004 Dec;1(3):e62.
  3. National Sleep Foundation 2008; SLEEP IN AMERICA POLL


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Die Wirkung von Chrom auf die Nahrungsaufnahme und das Sättigungsgefühl


Eine ausreichende Versorgung mit dem Spurenelement Chrom scheint Einfluss auf das Sättigungsgefühl und damit auf die Höhe der Nahrungsaufnahme zu haben. Nach einer 8-wöchigen Einnahme von täglich 1 mg Chrom (als Chrom-Picolinat) wurde bei 42 übergewichtigen Frauen eine reduzierte Nahrungsaufnahme verbunden mit einem geringeren Hungergefühl zwischen den Mahlzeiten beobachtet (1).

Aus tierexperimentellen Untersuchungen ist zudem bekannt, dass Chrom direkt das Sättigungsempfinden im Gehirn beeinflusst. Möglicherweise wird die Wirkung von Chrom auch über eine erhöhte Verfügbarkeit von Tryptophan für die zentrale Serotonin-Synthese vermittelt. Einer Untersuchung zufolge erhöht die Supplementation von Chrom den freien Anteil von Tryptophan im Blut, der für die Aufnahme des Tryptophans ins Gehirn von Bedeutung ist (2). Verschiedene Untersuchungen weisen darauf hin, dass eine erhöhte zentrale Serotonin-Synthese mit einer reduzierten Nahrungsaufnahme einhergeht (3, 4).

Literatur:
1) Anton SD et al. Diabetes Technol Ther. 2008 Oct;10(5):405-12.
2) Franklin M, Odontiadis J. Pharmacopsychiatry. 2003 Sep;36(5):176-80.
3) Nieuwenhuizen AG et al. Br J Nutr. 2009 Jun;101(12):1859-66.
4) Veldhorst MA et al. Clin Nutr. 2009 Apr;28(2):147-55. Epub 2009 Jan 31.

Orange


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Sättigung



Thema Ernährung - Dieser Blog befasst sich mit dem physiologischen Phänomen der Sättigung, einem Zustand, der in der Regel zu einer Beendigung der Nahrungsaufnahme führt. Das Zustandekommen von Sättigung ist ein äußerst komplexer Prozess, der von zahlreichen inneren und äußeren Faktoren beeinflusst wird.
Um der hohen Prävalenz von Übergewicht und Adipositas entgegenwirken zu können, ist vor allem ein besseres Verständnis des Zustandekommens von Sättigung notwendig. Es gilt die Faktoren zu identifizieren, die wesentlich zum Gefühl von Sättigung beitragen. Dieser Blog beschäftigt sich u.a. mit dem Einfluss, den einzelne Nahrungsbestandteile (Eiweiße, Kohlenhydrate, Fette) auf die Sättigung haben, informiert aber auch über besonders sättigende Lebensmittel.
Von der Sättigung unterschieden wird der Zustand der Sattheit; dieser wird erst einige Zeit nach Beendigung der Mahlzeit erreicht und bezeichnet die Phase bis zum erneuten Auftreten von Hungergefühlen.

Link - weiterer Blog mit dem gleichen Thema 
http://saettigung.blogspot.com/

Welche Lebensmittel wirken am stärksten sättigend?

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