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Ablenkung beim Essen – Internet-Surfen, Zeitunglesen, Fernsehen und die Folgen


Ablenkung beim Essen trägt zur Gewichtszunahme bei

Immer mehr Menschen konzentrieren sich bei den Mahlzeiten nicht mehr auf das Essen, sondern auf andere Dinge wie Fernsehen, Computer oder Lesen. Schon lange ist bekannt, dass das bewusste Essen wichtig für den Sättigungsprozess ist. Ablenkung beim Essen führt zu erhöhter Nahrungsaufnahme, das natürlich einsetzende Sättigungsgefühl bleibt aus. 

Multitasking beim Essen funktioniert nur scheinbar. Natürlich besitzt jeder die Fähigkeit beim Essen gleichzeitig einen spannenden Artikel in der Zeitung zu lesen. Sich ohne Ablenkung auf das Essen zu konzentrieren, verbessert die Wahrnehmung von Sättigung und trägt zu einem länger anhaltenden Sättigungsgefühl bei. Studien belegen, dass essen bei gleichzeitig hoher geistiger Beanspruchung zu einer erhöhten Energieaufnahme führen. 

Es sind immer mehr Menschen, die zu Hause alleine essen und dabei ihre E-Mails checken. Auch der Beziehungsstatus, alleinstehend oder in einer Familie lebend, und nicht zuletzt das Einkommen haben einen Einfluss auf unser Verhalten beim Essen. Ca. 40 Prozent der Alleinlebenden setzen sich dann nicht an den Tisch, sondern nehmen den Nudelteller mit aufs Sofa. Je geringer das Einkommen, desto häufiger wird sich beim Essen mit anderen Dingen beschäftigt. Regelmäßig am Tisch gegessen wird vor allem noch in Familien. Doch auch bei mindestens 25 Prozent der Drei-Personen-Haushalt läuft beim Essen der Fernseher nebenher. 

Auch das Alter spielt eine wichtige Rolle: Je älter, desto häufiger wird ganz traditionell am Tisch gegessen, ohne dabei noch anderes zu erledigen. Bei den Älteren schalten nur 20 Prozent parallel den Fernseher ein. Bei den unter 25-Jährigen läuft in 40 Prozent der Fälle Computer oder Fernseher nebenbei. 

Es gilt als gesichert, dass wir auf Grund äußerer Ablenkung beim Essen nicht bemerken, dass wir bereits satt sind und unkontrolliert weiter essen. Die Folgen sind unausweichlich: positive Energiebilanz, Gewichtszunahme, Übergewicht. 

Popcorn oder Kartoffelchips – Welcher Snack sättigt besser?


Hintergrund

Um langfristig eine ausgeglichene Energiebilanz zu erhalten, ist es wichtig, dass Snacks als Zwischenmahlzeit eine ausreichende Sättigung bewirken. Wird nach einem Smack die Energieaufnahme in der nachfolgenden Hauptmahlzeit nicht vermindert, kommt es langfristig zu einer positiven Energiebilanz mit einer Zunahme des Körpergewichts. 


Popcorn oder Kartoffelchips sind ein beliebter Snack. Welche der beiden Zwischenmahlzeiten hält länger satt? Wird die zusätzliche Energieaufnahme beim Verzehr von Popcorn bzw. Kartoffelchips in der nachfolgenden Hauptmahlzeit kompensiert? Oder führt diese Zwischenmahlzeit grundsätzlich zu einer Zunahme der Gesamtkalorienaufnahme am Tag?

In einer Studie an 35 normalgewichtigen Erwachsenen wurde geprüft, ob eine Portion Popcorn (27 g, 100 kcal) oder ein Portion Kartoffelchips (28 g, 150 kcal) länger satt hält. Es wurde zudem untersucht, ob der Snack einen Einfluss auf die Kalorienaufnahme der nachfolgenden Hauptmahlzeit hat.


Ergebnisse

Die Teilnehmer berichteten über ein geringeres Hungergefühl, eine allgemeine Sättigung und einen geringeren Wunsch etwas zu essen nach dem Verzehr von Popcorn im Vergleich zur Aufnahme von Kartoffelchips. Das verstärkte Sättigungsgefühl nach dem Essen der Popcorn-Portion führte zu einer geringeren Kalorienaufnahme in der nachfolgenden Mahlzeit. Ohne einen vorausgehenden Snack wurden bei der nachfolgenden Hauptmahlzeit im Mittel 716 kcal verzehrt (Kontrollversuch). Wurden hingegen Kartoffelchips (28 g) gegessen, lag die Gesamtkalorienzufuhr aus Chips und Hauptmahlzeit signifikant höher (803 kcal) als im Kontrollversuch oder nach dem Verzehr von Popcorn.


Fazit

Popcorn üben einen stärkeren Effekt auf das Sättigungsgefühl aus als Kartoffelchips. Die relativ niedrige Kalorienzufuhr durch die Aufnahme von Popcorn im Vergleich zu Chips vermindert signifikant die Energieaufnahme bei einer späteren Mahlzeit. Diese Ergebnisse legen nahe, dass Popcorn eine kluge Wahl ist, um das Gefühl von Hunger zu reduzieren, die Energieaufnahme zu vermindern und damit letztlich das Körpergewicht zu stabilisieren.

Langsames Essen sättig stärker und es werden zudem weniger Kalorien aufgenommen

In einer kontrollierten Studie konnte Frau Professor Kathleen Melanson die bekannte Vermutung bestätigen, dass es einen klaren Zusammenhang zwischen Essgeschwindigkeit und dem Body Mass Index (BMI) gibt, wobei Personen mit Übergewicht und einem hohen BMI in der Regel wesentlich schneller essen als solche mit einem niedrigen BMI.
Bereits im Jahr 2007 war es die gleiche Forschergruppe, die eine bekannte Diät-Überzeugung, nämlich dass langsames Essen die Nahrungsaufnahme reduziert, bestätigen konnte.
Frauen, die die Vorgabe hatten, schnell bis zur Sättigung zu essen, aßen 646 Kalorien in neun Minuten, während die gleichen Frauen nur 579 Kalorien in 29 Minuten konsumierten, wenn sie die Vorgabe hatten, langsam zu essen, d.h. eine kurze Pause zwischen zwei Bissen einzulegen und jeden Bissen 15 bis 20 Mal vor dem Schlucken zu kauen. Bemerkenswert war zudem, dass die Sättigung nach dem langsamen Essen deutlich ausgeprägter war als nach dem schnellen Essen.

Hydroxycitrat verlängert das Sättigungsgefühl

Der Wirkstoff heißt Hydroxycitrat und ist natürlicher Bestandteil der in Indien beheimateten Pflanze Garcinia cambogia.


Es liegen überzeugende Studiendaten vor, dass die Einnahme von Hydroxycitrat (Hydroxycitronensäure, HCA) zu einem verlängerten Sättigungsgefühl nach einer Mahlzeit führt (Gatta et al. 2009). Die Ergebnisse dieser Studie, die kürzlich im British Journal of Nutrition veröffentlicht wurden, bestätigen ältere Befunde (Westerterp-Plantenga et al. 2002), in denen eine reduziert Energieaufnahme unter der täglichen Einnahme von 900 mg Hydroxycitrat dokumentiert wurde.


Mit der aktuellen Untersuchung an gesunden, nicht übergewichtigen Probanden gelang der Nachweis, dass die Einnahme von insgesamt 2 g HCA verteilt auf drei Mahlzeiten, den Beginn der jeweils nächsten Mahlzeit hinauszögerte. Die Probanden waren dabei von äußeren Zeitgebern abgeschirmt, sodass sie allein aufgrund des inneren Antriebes „Hunger“ den Zeitpunkt der nächsten Mahlzeit wählten. Welcher Wirkmechanismus zu der verlängerten Sättigung durch die Einnahme von HCA führt, ist noch nicht vollständig geklärt und Gegenstand weiterer Untersuchungen. Die derzeit favorisierte Hypothese ist, dass die Oxidation freier Fettsäuren durch die HCA-Einnahme verbessert wird. Ein hoher Anteil von freien Fettsäuen an der Energiebereitstellung scheint ein wesentlicher Faktor für ein anhaltendes Sättigungsgefühl zu sein.

Ganze Äpfel sind sättigender als Apfelmus oder Apfelsaft

Ein Apfel vor der Hauptmahlzeit gegessen, reduziert die Gesamtenergieaufnahme der nachfolgenden Mahlzeit. Ganze Äpfel sind sättigender als Apfelmus oder Apfelsaft mit gleichem Energiegehalt. Diese Untersuchung liefert einen weiteren Beleg dafür, dass flüssige Nahrungsmittel trotz gleichen Kaloriengehaltes weniger sättigend sind als feste.





Diese Untersuchung bestätigt das „Preload-Konzept“, nach dem es möglich ist durch eine kleine Vormahlzeit die Gesamt-Kalorienaufnahme der nachfolgenden Hauptmahlzeit zu senken.

Nahrungsbestandteile, die satt machen

Zu den Substanzen, die sich positiv auf das Sättigungsgefühl auswirken, zählen Zimt und Essig. In einer Untersuchung an 27 gesunden Freiwilligen zeigte sich, dass der Zusatz von Zimt zu Milchreis das Sättigungsgefühl erhöht. Auch die Zugabe von Essig verbessert die Sättigung. Die erniedrigte Blutglukose-Konzentration nach der kombinierten Aufnahme von Zimt und Essig zum Milchreis deuten darauf hin, dass Zimt und Essig einen additiven Effekt auf die Sättigung ausüben.

Safran verstärkt das Sättigungsgefühl und vermindert dadurch die Aufnahme von Zwischenmahlzeiten


In einer placebo-kontrollierten Doppelblindstudie an 60 übergewichtigen Frauen wurde die Wirkung eines Safran-Extraktes (Crocus savitus) auf das Sättigungsgefühl und die Häufigkeit der Aufnahme von Zwischenmahlzeiten untersucht. Über einen Zeitraum von 8 Wochen nahmen die Frauen zweimal täglich 176 mg eines Safran-Extraktes (Satiereal®) oder Placebo-Kapseln ein. Am Ende der Beobachtungsphase war die Gewichtsabnahme in der Safran-Gruppe signifikant ausgeprägter als in der Placebogruppe. Insbesondere die Häufigkeit von Zwischenmahlzeiten war unter der Einnahme von Satiereal®-Kapseln signifikant reduziert. Den Untersuchungen zufolge scheint Safran das Sättigungsgefühl zu verlängern.

Hitze und Appetit - reduziertes Körpergewicht nach einer Hitzeperiode?


Auswirkungen hoher Umgebungstemperatur auf den Appetit, das Sättigungsgefühl und das Körpergewicht

Es bedarf eigentlich keines wissenschaftlichen Beweises, was jeder weiß: „…,dass der Appetit bei heißem Wetter nachlässt“. Diese Beobachtung ist als so selbstverständlich akzeptiert, dass in der Forschung diesem Thema bislang wenig Aufmerksamkeit geschenkt wurde. Bisher ist z.B. wenig bekannt, über die Mechanismen, die beim Menschen zu einem Appetitverlust an heißen Tagen führen. Auf der anderen Seite belegen tierexperimentelle Untersuchungen für alle bisher untersuchten Tierarten eine deutliche Abnahme der Nahrungsaufnahme in heißer Umgebung.

Hitzeakklimatisation und Appetit
Bei nicht akklimatisierten Personen führt der Aufenthalt in großer Hitze zu einer reduzierten Nahrungsaufnahme und zu einer Abnahme des Appetits. Gerade zu Beginn einer Hitzeperiode entwickeln Personen häufig einen Zustand der Dehydratation bedingt durch eine zu geringe Trinkmenge. Diese Dehydratation scheint wesentlich an der reduzierten Nahrungsaufnahme unter Hitzebedingungen beteiligt zu sein. Je größer das Flüssigkeitsdefizit, desto geringer die Nahrungszufuhr. Im Verlauf der Akklimatisation und mit zunehmender Normalisierung der Flüssigkeitsaufnahme verliert dieser Faktor als Auslöser des verminderten Appetits an Bedeutung.

Hitze und Luftfeuchtigkeit
Hohe Außentemperaturen in Verbindung mit hoher Luftfeuchtigkeit werden als zusätzlicher Stressfaktor wahrgenommen und verursachen Unbehagen. Auch dieser psychische Stress wirkt sich negativ auf den Appetit aus. Werden Probanden unter extremer Hitze zudem körperlich belastet, so vermindert dies weiter die Nahrungsaufnahme. Im Vergleich zu einer ähnlichen Belastung ohne Hitze lag die Nahrungsaufnahme in einer Studie um 25 % niedriger und führte innerhalb von 12 Tagen zu einem Gewichtsverlust von durchschnittlich 2,5 kg bei den nicht akklimatisierten Teilnehmern und 1,1 kg bei den an die Hitzebedingungen adaptierten Personen. Eine vollständige Akklimatisation vermindert den Einfluss der Hitze auf den Appetit, kann ihn aber nicht vollständig verhindern. Die Kombination aus Hitze und hoher Luftfeuchtigkeit scheint stärker appetithemmend zu wirken als trockene Hitze.

Untersuchungen an Säuglingen, die über mehrere Wochen unterschiedlichen Temperaturen ausgesetzt waren, bestätigen die geringere Nahrungsaufnahme mit ansteigender Umgebungstemperatur (Cooke RE., 1952). In dieser Untersuchung konnte auch gezeigt werden, dass sich nach dem Ende einer Hitzeperiode mit abfallenden Temperaturen auch die Nahrungsaufnahme wieder normalisiert.

Wird das Körpergewicht saisonal beeinflusst?
Epidemiologische Daten zur Variation des Körpergewichts im Jahresverlauf deuten auf einen saisonalen Einfluss hin. Allgemein wird in den Sommermonaten eine reduzierte Kalorienaufnahme mit korrespondierender Abnahme des Körpergewichts im Vergleich zum Winter beobachtet. Die reduzierte Nahrungsaufnahme unter Hitzebedingungen ließe sich physiologisch mit einer Art Schutzmechanismus des Körpers begründen, der verhindert, dass bedingt durch den thermischen Effekt der Verdauung von Nährstoffen und die nachfolgenden wärmebildenden Stoffwechselprozesse (postprandiale Thermogenese) der Körper zusätzlich thermoregulatorisch belastet wird. Damit scheint sich der Körper vor einer drohenden Hyperthermie zu schützen. Die Wirkung der Umgebungstemperatur auf die Körpertemperatur und die durch die Nahrungsverdauung induzierte Wärmebildung scheinen additiv zu wirken. Das erklärt, warum der Appetit nach einer Mahlzeit in heißer Umgebung deutlich stärker reduzier t ist als nach der gleichen Mahlzeit in kühler Umgebung.

Das Set-Point-Gewicht wird im Sommer abgesenkt
Bisherige Beobachtungen legen die Vermutung nahe, dass der Set-Point, die „Stellgröße“ für das Körpergewicht unter Hitzebedingungen verändert wird. Die Theorie des Set-Point besagt, dass das menschliche Körpergewicht genetisch programmiert ist und langfristig nicht wesentlich geändert werden kann. So wie ein Thermostat die Temperatur in einem Raum reguliere, gebe es bei Erwachsenen ein individuelles Gewicht, das der Körper beibehalten wolle. Dieses Gewicht wird Set-Point-Gewicht genannt. Der Körper benötigt im Sommer weniger isolierendes Körperfett und kann die Fettreserven daher reduzieren. Das wird durch eine Absenkung des Set-Point-Gewichts erreicht. Bei starker Hitze kann ein hoher Körperfettanteil die notwendige Wärmeabgabe sogar stören. Um die Thermoregulation in den heißen Monaten nicht zu behindern, wird das Sollgewicht reduziert, in dem der Körper durch eine Hemmung des Appetits und ein verlängertes Sättigungsgefühl die Nahrungsaufnahme bremst.

Klimaanlagen beeinflussen die Nahrungsaufnahme an heißen Tagen
Aus Umfragen bei Restaurant-Besitzern ist bekannt, dass die Umsätze bei heißem Wetter deutlich sinken. Bemerkenswert ist die Tatsache, dass eine funktionierende Klimaanlage das Essverhalten fast vollständig normalisiert. Kommt es hingegen zu einem Ausfall der Klimaanlage, so sinken die Umsätze beim Essen dramatisch. Untersuchungen legen nahe, dass sich der Appetit beim Essen in warmer Umgebung deutlich schneller reduziert als unter kühleren Umgebungstemperaturen.

Als mögliche Erklärung für eine verringerte Nahrungsaufnahme unter Hitzebedingungen wird eine verzögerte Magenentleerung diskutiert.

Es liegen Hinweise vor, dass sich unter extremer Hitze auch das Verhältnis der Makronährstoffe Fett, Kohlenhydrate und Eiweiß zueinander verändert. Es scheint zu einer gewissen Bevorzugung von fettreichen Speisen zu kommen, während die Proteinaufnahme reduziert wird. Dies steht in Übereinstimmung mit der Beobachtung, dass Proteine die höchste postprandiale Thermogenese aller Makronährstoffe aufweisen.

Fazit
Bisherige Untersuchungen bestätigen die allgemeine Beobachtung, dass unter Hitzebedingungen der Appetit reduziert ist. Auch im akklimatisierten Zustand führt die geringe Nahrungsaufnahme in heißer Umgebung zu einer Abnahme des Körpergewichts. Bedingt durch den häufigen Aufenthalt in klimatisierten Räumen kommen die Auswirkungen einer hohen Umgebungstemperatur auf das Essverhalten heute kaum noch zum Tragen.

Höhenluft dämpft den Appetit und erhöht die Sättigung



Der Aufenthalt im Gebirge scheint Einfluss auf den Appetit und damit längerfristig auf das Körpergewicht zu haben. Wer sich länger in alpinen Gebieten aufhält, kann einer Studie der Uni München zufolge auch ohne zusätzliche körperliche Aktivität und ohne verändertes Essverhalten sein Körpergewicht reduzieren. Die Ursachen für diesen Gewichtsverlust sind bisher nicht eindeutig geklärt. Es wird vermutet, dass die erhöhte Stoffwechselaktivität aufgrund der Hypoxie zu einem erhöhten Grundumsatz beiträgt. Die geringere Nahrungsaufnahme ist wahrscheinlich auf einen reduzierten Appetit und eine länger anhaltende Sättigung zurückzuführen.


Birne

In einer Untersuchung mit übergewichtigen Probanden beobachtete die Arbeitsgruppe um Dr. Lippl einen Anstieg des basalen Leptinspiegels trotz gleichzeitigen Gewichtsverlustes während eines Höhenaufenthaltes (2650 m).

Das Preload-Konzept – eine Vorspeise, die nachfolgend die Nahrungsaufnahme reduzieren soll


Die Rationale hinter dem Preload-Konzept ist, dass der Verzehr einer kleinen Vorspeise in einem genau definierten Abstand vor der eigentlichen (Haupt)-Mahlzeit die nachfolgende Nahrungsaufnahme reduzieren soll. Ziel des Preloads ist es, den Appetit bzw. den Hunger zu Beginn der Mahlzeit soweit zu reduzieren, dass insgesamt weniger verzehrt wird (3). Ein geringerer Abstand des Preloads zur Mahlzeit (ca. 20 - 30 Min anstelle > 60 Min.) scheint sich günstiger auf die Reduktion der Nahrungsmenge auszuwirken (6).

Besonders gut untersucht ist die Verabreichung von Getränken in unterschiedlichen Volumina und Zusammensetzungen. Positive Daten liegen vor für die Aufnahme von größeren Mengen (400 ml) von kohlensäurehaltigen Getränken bis ca. 10 Minuten vor der eigentlichen Mahlzeit (8). Bei gleichen Volumina hat ein hoher Kohlensäuregehalt einen stärker appetitreduzierenden Effekt (8). Diese Art von Preload reduziert signifikant die Energieaufnahme der Mahlzeit. Zudem scheint es eine Dosis-Wirkungsbeziehung zwischen dem aufgenommenen Volumen und dem Grad der Sättigung zu geben. Je größer das Volumen des Preloads (600 ml statt von 300 ml), desto ausgeprägter der Sättigungseffekt und die Reduktion der nachfolgenden Nahrungsaufnahme (7).

Besonders häufig untersucht wurde die Verabreichung von eiweißreichen Getränken als Preload (1, 2, 5). Von den drei Makronährstoffen Eiweiß, Kohlenhydraten und Fett besitzt Eiweiß den ausgeprägtesten Sättigungseffekt (2). Molkeprotein scheint in dieser Hinsicht besonders wirksam zu sein (4). Es war daher auch nicht überraschend, dass ein Molkeeiweißgetränk 30 Minuten vor der Mahlzeit getrunken, die nachfolgende Nahrungsaufnahme signifikant reduziert (5), indem es zu Beginn der Mahlzeit den Appetit bzw. den Hunger reduziert und darüber hinaus dazu beiträgt, dass frühzeitig ein Gefühl von Sättigung einsetzt.

Ursprüngliches Ziel der Anwendung des Preload-Konzeptes war es, die Gesamtenergiezufuhr zu reduzieren. Der Einsatz eines Preloads wäre demnach nur sinnvoll, wenn die Verringerung der Energieaufnahme in der nachfolgenden Mahlzeit mindestens den Energiegehalt des Preloads kompensiert. Wünschenswert wäre eine relevante Reduktion der Gesamtenergiezufuhr des Tages. Die bisherigen Studiendaten zusammenfassend, konnte bisher nicht der Nachweis erbracht werden, dass durch die Aufnahme eines Preloads die Gesamtenergiezufuhr (Preload + Mahlzeit) signifikant vermindert wird (1, 2). Häufig wurde in Studienergebnissen zwar eine Abnahme der Nahrungsaufnahme dokumentiert, in der Regel aber keine vollständige Kompensation des Prelaod-Energiegehaltes erreicht (2, 7). Eine Ausnahme bildete eine Untersuchung, bei der verschiedene Suppen als Preload angeboten wurden: Suppe mit niedriger Energiedichte reduzierte die Gesamtenergieaufnahme (Preload + Hauptmahlzeit), wobei von der Hauptmahlzeit ca. 20 Prozent weniger gegessen wurde (9). Je geringer der Energiegehalt des Preloads, desto wahrscheinlicher war eine Kompensation in der nachfolgenden Mahlzeit (8). Das anspruchsvolle Ziel einer relevanten Verminderung der Gesamt-Tages-Kalorienzufuhr durch einen energiehaltigen Preload konnte bisher nicht erreicht werden (1, 2, 7).


Literatur:
  1. Bertenshaw EJ, Lluch A, Yeomans MR. Dose-dependent effects of beverage protein content upon short-term intake. Appetite. 2009 Jun;52(3):580-7.
  2. Bertenshaw EJ, Lluch A, Yeomans MR. Satiating effects of protein but not carbohydrate consumed in a between-meal beverage context. Physiol Behav. 2008 Feb 27;93(3):427-36.
  3. Yeomans MR, Gray RW, Conyers TH. Maltodextrin preloads reduce food intake without altering the appetiser effect. Physiol Behav. 1998 Jun 15;64(4):501-6.
  4. Luhovyy BL, Akhavan T, Anderson GH. Whey proteins in the regulation of food intake and satiety. J Am Coll Nutr. 2007 Dec;26(6):704S-12S. Review.
  5. Akhavan T, Luhovyy BL, Brown PH, Cho CE, Anderson GH. Effect of premeal consumption of whey protein and its hydrolysate on food intake and postmeal glycemia and insulin responses in young adults. Am J Clin Nutr. 2010 Feb 17. [Epub ahead of print]
  6. Almiron-Roig E, Flores SY, Drewnowski A. No difference in satiety or in subsequent energy intakes between a beverage and a solid food. Physiol Behav. 2004 Sep 30;82(4):671-7.
  7. Rolls BJ, Bell EA, Waugh BA. Increasing the volume of a food by incorporating air affects satiety in men. Am J Clin Nutr. 2000 Aug;72(2):361-8.
  8. Moorhead SA, Livingstone MB, Dunne A, Welch RW. The level of carbonation of a sugar-sweetened beverage preload affects satiety and short-term energy and food intakes. Br J Nutr. 2008 Jun;99(6):1362-9. 
  9. Flood JE, Rolls BJ.Soup preloads in a variety of forms reduce meal energy intake. Appetite. 2007 Nov;49(3):626-34.  


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Faktoren mit positivem Einfluss auf die Sättigung – Kohlensäurehaltige Getränke


Kohlensäurehaltige Getränke als Preload erhöhen die Sättigung und reduzieren die Energieaufnahme bei der nachfolgenden Mahlzeit.

In einer Crossover-Studie erhielten 30 normalgewichtige Erwachsene 10 Minuten vor dem Mittagessen jeweils 400 ml Limonade, die sich nur im Gehalt an Kohlensäure unterschied. Im Vergleich zu Getränken mit niedrigem Kohlensäuregehalt reduzierten Getränke mit mittleren und hohen Kohlensäuregehalt signifikant stärker die Gesamtenergieaufnahme bei dem nachfolgenden Mittagessen (1).


Fazit:
Getränke mit hohem Kohlensäuregehalt 10 Minuten vor einer Mahlzeit getrunken, reduzieren den Hunger kurzfristig und vermindern die Kalorienaufnahme.



Kiwi



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Literatur:
1. Moorhead SA et al. Br J Nutr 2008;99:1362-69.


Suchbegriffe: Sättigungsgefühl, besonders sättigend, Hungergefühl, Kiwi, Kohlensäuregehalt Getränke, kohlensäurehaltige Getränke, niedriger Kohlensäuregehalt, Preload, satt sein, satt werdem, Sättigung

Welche Bedeutung haben hohe Konzentrationen an freien Fettsäuren im Blut für die Sättigung?


Hohe Plasmaspiegel von Ghrelin werden als Auslöser/Initiator der Nahrungsaufnahme angesehen, während der Mahlzeiten sinken die Ghrelinspiegel dann wieder. Die Mobilisation freier Fettsäuren, insbesondere hohe Plasmaspiegel scheinen die Ghrelin-Konzentration zu reduzieren (Gormsen et al. 2006; Eur J Endocrinology). 


Diese Stoffwechselveränderungen liefern möglicherweise eine Erklärung für folgende alltägliche Beobachtung: Einige Stunden nach der letzten kohlenhydratreichen Mahlzeit entwickelt sich aufgrund absinkender Blutzuckerspiegel ein zunehmendes Hungergefühl. Erfolgt keine Nahrungsaufnahme, so nimmt das Hungergefühl überraschend im weiteren Zeitverlauf wieder ab. Scheinbar kommt es in dieser Phase zu einer Umstellung der Substratverwertung mit einem größeren Anteil der Fettverbrennung an der Energiebereitstellung. Damit einhergehend wird ein Anstieg der freien Fettsäuren (FFA) beobachtet. Diese Zunahme der FFA-Konzentration führt zur Reduzierung der Ghrelinspiegel und damit zu einem nachlassenden Hungergefühl. 



Abgeleitet aus dieser Beobachtung wäre es denkbar, dass alle Zustände, die die FFA-Konzentration erhöhen, wie z.B. langandauernde sportliche Belastungen, das Hungergefühl reduzieren. Für langandauernde sportliche Aktivitäten ist dies beschrieben. Das nachlassende Hungergefühl wird aber bisher im Wesentlichen auf andere Veränderungen zurückgeführt (siehe auch: Martins 2008; Proceed Nutr Society). 

Aber auch eine pharmakologische Beeinflussung, z.B. mit Heparin, Natriumbicarbonat, Hydroxycitrat, Chrom, Coffein oder Grünteeextrakt, die alle eine Erhöhung der FFA-Konzentration bzw. eine erhöhte Fettoxidation bewirken, könnte demnach zu einer Abnahme des Hungergefühls beitragen.

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Zwei Formen von SÄTTIGUNG müssen voneinander abgegrenzt werden


Wenn von Sättigung im physiologischen Sinne gesprochen wird, dann gilt es zwei unterschiedliche Formen der Sättigung voneinander abzugrenzen. Zum einen den Zustand, der zur Beendigung einer Mahlzeit führt und umgangssprachlich oft als „ich bin satt“ oder „ich bin voll“ umschrieben wird und den Zustand der anhaltenden Sättigung, der am ehesten die Situation nach der letzten Mahlzeit bis zum Wiederauftreten von Hunger beschreibt. Im englischen Sprachraum wird exakt differenziert zwischen dem Begriff „Satiation“ als dem Zustand, der zu Beendigung der Mahlzeit führt und dem Begriff „Satiety“ als dem Zustand, der im Wesentlichen zwischen zwei Mahlzeiten vorherrscht und als eine Art vorübergehende Indifferenz gegenüber Nahrungsmitteln angesehen werden kann. In der Phase der „Satiety“ fehlt jegliche Motivation zur Nahrungsbeschaffung oder -aufnahme.






Im Deutschen wird sprachlich nicht exakt zwischen diesen beiden Zuständen unterschieden. Am ehesten lässt sich „Satiation“ mit Sattheit oder dem Auftreten eines Sättigungsgefühls umschreiben. „Satiation“ lässt sich auch als das Erreichen eines zufriedenstellenden Völlegefühls beschreiben. „Satiation“ tritt früher auf als das Gefühl „es geht nichts mehr“ oder „ich platze gleich“. Es ist ein Komplex von Vorgängen, die zur Beendigung der Nahrungsaufnahme führen. Der Appetit und der sinnliche Wunsch nach Fortsetzung der Mahlzeit sind beim Erreichen von „Satiation“ plötzlich gewichen.


Die Wirkung einzelner Nährstoffe wie Fett, Eiweiß oder Kohlenhydrate auf die Sattheit (Satiation) oder auf die anhaltende Sättigung (Satiety) können ganz unterschiedlich, teilweise sogar entgegengesetzt ausfallen. Aktuelle Untersuchungsergebnisse deuten darauf hin, dass wir unsere Portionsgröße beim Essen aufgrund der zu erwartenden, anhaltenden Sättigung (Satiety) wählen. 


Aufgrund bisheriger Untersuchungen wissen wir sehr viel darüber, welche Makro-Nährstoffe (z.B. Proteine) bzw. welche Nahrungsbestandteile (z.B. resistente Stärke als Ballaststoff) zu einer anhaltenden Sättigung beitragen. Hingegen sind die Mechanismen, die zur Beendigung einer Mahlzeit aufgrund von „Satiation“ führen noch unzureichend verstanden. 



Weitere Links zum Thema: 


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Einfluss von resistenter Stärke auf die Sättigung - Die Aufnahme wirkt sich insbesondere auf die nachfolgende Mahlzeit aus


I
m Vergleich zu einer Standard-Mahlzeit aus Weißbrot führen insbesondere Brotsorten mit einem hohen Anteil an resistenter Stärke zu einer Erhöhung des Sättigungsgefühls bei der nachfolgenden Mahlzeit. Auch der Blutzuckeranstieg war nach der Zufuhr von resistenter Stärke geringer ausgeprägt. Dieser verzögerte Effekt wird auf die bakterielle Fermentation der resistenten Stärke im Kolon zurückgeführt. 

Paprika (rot)


Weiter Links zum Thema resistente Stärke:


Sättigende Wirkung - Ballaststoff ist nicht gleich Ballaststoff

Resistente Stärke verlängert den Zustand der Sättigung



Quelle: Nilsson AC et al. J Nutr. 2008;138(4):732-9.


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Resistente Stärke verlängert den Zustand der Sättigung


Resistente Stärke (resistant Starch, RS)
ist, obwohl sie chemisch wie gewöhnliche Stärke aufgebaut ist, durch menschliche Verdauungsenzyme nicht abbaubar. Sie zählt damit zu den Ballaststoffen. Ein Beispiel für resistente Stärke ist die retrogradierte Stärke, sie entsteht beim Erhitzen und anschließendem Abkühlen von stärke-haltigen Lebensmitteln (Kartoffeln, Nudeln, Grieß).



Unverdauliche, fermentierbare Kohlenhydrate (resistant Starch) beeinflussen ganz wesentlich den Stoffwechsel der Fettzellen. Tierexperimentelle Untersuchungen belegen, dass eine Ernährung mit einem hohen Anteil an resistenter Stärke im Vergleich zur Gabe von vollständig verdaulicher Stärke die Körperzusammensetzung positiv verändert. Bemerkenswert ist bei gleichem Körpergewicht wie in der Kontrollgruppe der deutlich geringere Gesamtkörper-Fettanteil (So, Yu, Kuo 2007). Zudem scheint die Appetitregulation durch diese Diät günstig beeinflusst zu werden. Die Tiere der Resistant-Starch-Gruppe befanden sich länger anhaltend in einem Sättigungszustand. Als Mediatoren für diese Veränderungen werden kurzkettige Fettsäuren diskutiert, die bei der Fermentierung der resistenten Stärke im Enddarm entstehen. 


Nahrungsmittel, die einen hohen Anteil an resistenter Stärke enthalten sind z.B. unreife Bananen, kalte Kartoffeln, Cornflakes, Linsen, Bohnen und auch kalte Pasta).

http://wirksam-oder-unwirksam.blogspot.de/


Weitere Links zum Thema resistente Stärke:

http://www.amazon.de/Ratgeber-Naturheilmittel-Wirkungen-wichtigsten-Heilpflanzen/dp/149295246X/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1387103480&sr=8-1&keywords=Ratgeber+Naturheilmittel


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Molkeprotein macht satt - insbesondere Alpha-Lactalbumin und Tryptophan vermindern das Hungergefühl



Eine aktuelle Untersuchung von Veldhorst und Mitarbeitern (Physiol. Behav. 2009, 23; 96: 675-82) bestätigt, dass sich einzelne Proteine deutlich in ihrer Wirkung auf das Sättigungs- bzw. Hungergefühl unterscheiden. Bei einem Vergleich von Casein- (das häufigste Milchprotein), Soja- und Molke-Protein zeigte sich, dass Molkeprotein zum Frühstück eingenommen, das Hungergefühl zur Mittagszeit stärker reduziert als Casein- und Soja-Protein. Bei dieser Untersuchung wurde der normale Eiweißanteil des Frühstücks (10% der Gesamtkalorien) entweder durch Molke-, Soja- oder Casein-Eiweiß ersetzt. http://wirksam-oder-unwirksam.blogspot.de/


In einer weiteren Studie der gleichen Arbeitsgruppe (Veldhorst et al., Clinical Nutrition 2009; 28: 147-55) wurde das Alpha-Lactalbumin (eine Teilfraktion des Molkeproteins) als der Eiweißanteil identifiziert, der den stärksten Sättigungseffekt aufweist. Bei dieser Untersuchung konnte auch der Nachweis erbracht werden, dass die Kalorienaufnahme beim nachfolgenden Mittagessen in der Gruppe, die das Alpha-Lactalbumin zum Frühstück erhalten hatten, ca. 20% geringer war als in der Gruppe die Casein oder Soja bekamen. Eine besondere Rolle scheint dabei der Aminosäure Tryptophan zuzukommen. Ein hoher Tryptophan-Gehalt des Frühstücks führte zu einer stärkeren Sättigung und geringeren Kalorienaufnahme beim nachfolgenden Mittagessen.  

http://www.amazon.de/Ratgeber-Naturheilmittel-Wirkungen-wichtigsten-Heilpflanzen/dp/149295246X/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1387103480&sr=8-1&keywords=Ratgeber+Naturheilmittel

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Abwechslung beim Essen verzögert den Eintritt des Sättigungsgefühls



Die Sättigung gegenüber einer bestimmten Speise entwickelt sich stetig beim Essen. Das Essvergnügen nimmt relativ schnell ab. Durch den Wechsel auf eine anders schmeckende Speise wird dieses „Essvergnügen“, unabhängig von der zuvor eingetretenen Sättigung, wieder maximal hergestellt. Die normalerweise einsetzende Sättigung gegenüber dem, was man gerade isst, wird deutlich verzögert, wenn kontinuierlich Abwechslung durch neu angebotene Speisen erzeugt wird (Hetherington et al. 2006). Wenn unbegrenzt Zugang zu Speisen besteht, die alle unterschiedlich schmecken, erhöht dies die Gesamtenergieaufnahme und führt zu einer positiven Energiebilanz
(Beispiel: Büfett, das immer wieder aufgefüllt wird).
Wird eine Speise durch eine nur anders schmeckende, ansonsten gleiche Speise ausgetauscht, erhöht sich die Energieaufnahme um 10 – 15 % (z.B. Wechsel von Vanille- auf Erdbeerjoghurt der gleichen Marke). Ändert sich hingegen auch die Konsistenz und die Zusammensetzung (Fett, Eiweiß) erhöht sich Gesamtenergieaufnahme um ca. 40 % (Rolls & Hetheringen 1989).


Folgerung: Abwechslung auf dem Frühstückstisch, z.B. verschiedene Brötchensorten oder unterschiedliche Marmeladen, erhöhen die die Gesamtenergieaufnahme. Hingegen reduziert eine gewisse Eintönigkeit die aufgenommene Kalorienmenge.

Besonders sättigende Nahrungsmittel
(Sättigungsindex: Weißbrot = 100, jeweils 240 kcal):
Kartoffeln: 323
Äpfel: 197
Vollkornbrot 157
Beef Steak: 176
Eier: 150
Gekochte Haferflocken: 209
Popcorn: 154


Wenig sättigend:
Croissant: 47
Kuchen: 65
Mars Schoko-Riegel: 70
Chips: 91


Kartoffeln haben einen hohen, sofortigen Sättigungseffekt und reduzieren dadurch die Gesamtenergieaufnahme pro Mahlzeit. Da Kartoffeln jedoch einen hohen glykämischen Index (GI) aufweisen, ist die Sättigung nicht lange anhaltend.
(Quelle: Holt et al. Eur J Clin Nutr 1995;49:675-90)


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Sättigung



Thema Ernährung - Dieser Blog befasst sich mit dem physiologischen Phänomen der Sättigung, einem Zustand, der in der Regel zu einer Beendigung der Nahrungsaufnahme führt. Das Zustandekommen von Sättigung ist ein äußerst komplexer Prozess, der von zahlreichen inneren und äußeren Faktoren beeinflusst wird.
Um der hohen Prävalenz von Übergewicht und Adipositas entgegenwirken zu können, ist vor allem ein besseres Verständnis des Zustandekommens von Sättigung notwendig. Es gilt die Faktoren zu identifizieren, die wesentlich zum Gefühl von Sättigung beitragen. Dieser Blog beschäftigt sich u.a. mit dem Einfluss, den einzelne Nahrungsbestandteile (Eiweiße, Kohlenhydrate, Fette) auf die Sättigung haben, informiert aber auch über besonders sättigende Lebensmittel.
Von der Sättigung unterschieden wird der Zustand der Sattheit; dieser wird erst einige Zeit nach Beendigung der Mahlzeit erreicht und bezeichnet die Phase bis zum erneuten Auftreten von Hungergefühlen.

Link - weiterer Blog mit dem gleichen Thema 
http://saettigung.blogspot.com/

Welche Lebensmittel wirken am stärksten sättigend?

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