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Eine "Vorspeise" aus Molkeprotein reduziert die Nahrungsaufnahme beim Hauptgang


Der sättigende Effekt von Molkeprotein wurde in zahlreichen Studien überzeugend belegt (2). In einer aktuellen Untersuchung wurde nun geprüft, ob eine kleine Vormahlzeit (Preload) vor dem eigentlichen Essen die Nahrungsaufnahme insgesamt reduziert (1). Dazu erhielten die Versuchspersonen 20 bis 40 g Molkeprotein gelöst in 300 ml Wasser 30 Minuten vor der Hauptmahlzeit.

Als Ergebnis zeigte sich, dass die kleine Portion Molkeprotein vorab die Nahrungsaufnahme signifikant reduzierte und die Glukose- und Insulinspiegel im weiteren Zeitverlauf günstig beeinflusste.

Sättigungseffekt einzelner Proteine: Molke-Eiweiß weist im Vergleich zu anderen Proteinen einen höheren Sättigungseffekt auf (2). Besondere Bedeutung kommt dabei dem α-Lactalbumin-Anteil der Molke zu.


Literatur: 
1) Akhavan T et al. Am J Clin Nutr. 2010 Feb 17, (Epub ahead of print)

2) Luhovyy BL et al. J Am Coll Nutr. 2007 Dec;26(6):704S-12S


Birne



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Molkeprotein macht satt - insbesondere Alpha-Lactalbumin und Tryptophan vermindern das Hungergefühl



Eine aktuelle Untersuchung von Veldhorst und Mitarbeitern (Physiol. Behav. 2009, 23; 96: 675-82) bestätigt, dass sich einzelne Proteine deutlich in ihrer Wirkung auf das Sättigungs- bzw. Hungergefühl unterscheiden. Bei einem Vergleich von Casein- (das häufigste Milchprotein), Soja- und Molke-Protein zeigte sich, dass Molkeprotein zum Frühstück eingenommen, das Hungergefühl zur Mittagszeit stärker reduziert als Casein- und Soja-Protein. Bei dieser Untersuchung wurde der normale Eiweißanteil des Frühstücks (10% der Gesamtkalorien) entweder durch Molke-, Soja- oder Casein-Eiweiß ersetzt. http://wirksam-oder-unwirksam.blogspot.de/


In einer weiteren Studie der gleichen Arbeitsgruppe (Veldhorst et al., Clinical Nutrition 2009; 28: 147-55) wurde das Alpha-Lactalbumin (eine Teilfraktion des Molkeproteins) als der Eiweißanteil identifiziert, der den stärksten Sättigungseffekt aufweist. Bei dieser Untersuchung konnte auch der Nachweis erbracht werden, dass die Kalorienaufnahme beim nachfolgenden Mittagessen in der Gruppe, die das Alpha-Lactalbumin zum Frühstück erhalten hatten, ca. 20% geringer war als in der Gruppe die Casein oder Soja bekamen. Eine besondere Rolle scheint dabei der Aminosäure Tryptophan zuzukommen. Ein hoher Tryptophan-Gehalt des Frühstücks führte zu einer stärkeren Sättigung und geringeren Kalorienaufnahme beim nachfolgenden Mittagessen.  

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